Andreas H. Apelt
Publizist & Schriftsteller
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Belletristik » Schneewalzer (Roman)

Expose

In der Weite der märkischen Landschaft liegt, vergessen fast, das kleine Dorf Presenchen. Eine bewegte Vergangenheit hat es hinter sich, die Zukunft erscheint eher trostlos. Kohlebagger greifen unbarmherzig nach den letzten Mauerresten. Andreas H. Aplet erzählt in seinem Debütroman die Geschichte eines gottverlassenen Ortes. Er berichtet von seinen Bewohnern, von den Beckmanns, Noacks, Krügers, vom Juden Buchstein und vom Reichspostbeamten Körner, der lange im Braunhemd herumstolziert, nach 1945 aber bald den Russen als Bürgermeister zu Hand geht. Flüchtlinge und Vertriebene treffen im Dorf ein, die Körner beharrlich "Umsiedler" nennt. Andere wiederum verlassen Presenchen noch rechtzeitig vor dem Mauerbau oder versuchen zu fliehen. Mit sicherem Blick für die Wechselfälle menschlichen Miteinanders betrachtet der Autor die Zwistigkeiten der Dorfbewohner, ihre Größe im Kleinen und ihre Feigheiten. Er erzählt davon, wie im Dorf Kinder geboren werden und aufwachsen, wie Söhne in den Krieg ziehen und oft nicht zurückkehren. Die Menschen ducken sich unter den alten, fügen sich widerwillig den neuen Herren. Apelt beschreibt ihre menschlichen Schwächen, aber auch ihren Stolz. Der läßt sie immer wieder anecken und schließlich ein gnadenloses Urteil empfangen, nicht ohne daß sie den Verantwortlichen ihren Widerstand entgegensetzen.