Atelier Hermann Heiss


Zitate
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Nestroy, Johann Nepomuk. "Kunst ist wenn man es nicht kann, denn wenn man es kann ist es keine Kunst mehr.."

Marie von Ebner-Eschenbach. "Der Künstler versäume nie, die Spuren des Schweißes zu verwischen, den sein Werk gekostet hat. Sichtbare Mühe ist zu wenig Mühe."

Kurt Tucholsky (1890-1935) sagte einmal: „ Man muss nicht nur nichts zu sagen haben, man muss es auch noch gewählt ausdrücken können“

 

 Schriftsteller André Gide (1869-1951) meinte allerdings: „ Wer Künstler werden will, muss in erster Linie an sich selbst zweifeln“.

Max Liebermann (1847-1835) sagte einmal: "Kunst kommt von Können, käme sie von wollen, so würde sie Wollst heißen".

Picasso. "es ist Kunst, weil ich es gemacht habe, und ich bin ein Genie" 

Warhall. "es ist hübsch und teuer, reicht das nicht?"

 

Aufsätze
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Der Kunst-Nazi und seine Hooligans

Es muss für die Kunst und für die Künstler eine kaum nachvollziehbare, schreckliche Zeit gewesen sein.
Kunst und Künstler wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe passte den Regierenden und die
Arbeiten wurden akzeptiert. Die andere Gruppe wurde als „entartet“ bezeichnen und passte nicht in die
Vorstellungswelt des sog. „Dritten Reiches“. Diese Ablehnung reichte, wie wir aus Geschichtsbüchern
wissen, bis hin zur Verfolgung und sogar Ermordung der Künstler oder deren Befürworter. Dieser Begriff
der „entarteten Kunst“ ruft heute Entsetzen, Unverständnis und hoffentlich Ablehnung hervorruft. Wie wurde
aber diese entartete Kunst definiert? Die Antwort ist einfach. Jeder konnte es für sich selbst entscheiden.
War eine Mehrheit gefunden, die eine oder andere Kunst abzulehnen, so wurde dies Ablehnung vollzogen.
An der politischen Spitze wurden dann die endgültige Verdammung des Werkes oder des Künstlers be-
schlossen. Es war aber nicht nur die Kunst von Juden und Russen betroffen. In den Topf wurden fast alle
Modernen eingestuft. An gesellschaftsfähiger Kunst ließen die Kunst-Nazis nur das zu, was die vorhergegangen
ahrhunderte produziert hatten oder was in dieser Kunstrichtung produziert wurde. Moderen Kunst passte
nicht in diese Weltbild.

 

Wenn man sich den Kunstmarkt heute genau betrachtet, so gibt es diese Kunst-Nazis noch immer. Allerdings
it anderen Vorzeichen. Von einfachen Galeristen auf dem Lande bis hin zu den hochqualifizierten Museums-
leitern wird nur noch Kunst akzeptiert und gekauft, die modern und zeitgenössisch ist. Es wird schlichtweg
alles für gute Kunst bezeichnet, hauptsache, sie ist modern, experimentierfreudig und schrill. Akademische
Kunst passt nicht in dieses Weltbild. Dazu gesellt sich eine Gruppe neureicher Kunst-Hooligans, die den
Kunstmarkt mit ihrem Geld förmlich „zu scheißen“.

 

Nur das Moderne wird akzeptiert, alles andere wird verdammt. Regeln sind fremd geworden und es gibt auch
keine Grenzen mehr in der Kunst. Blasphemie, Ekel sind gesellschaftsfähig und der schlimmste Feind des
Menschen, die Dummheit regiert die Kunst. Die Kunst ist dekadent geworden, wenn sie keine Tabuts mehr hat.
enn man nur ein anerkannter Künstler ist, in dem man mit Blut oder Kot seine Werke fertigt, auf der Bühne schlachtet,
Farbe zuerst schluckt und dann auf die Leinwand kotzt oder alles in grüner Farbe malt. Das ist ein Rückschritt in
der Kunst. Aber wir sind zu feige diese Kunst abzulehnen. Wir haben mit einer Ablehnung der Kunst schlechte
Erfahrungen gemacht. Es ist uns offenbar lieber und bequemer, jede Kunst anzunehmen. Wir laufen dabei auch
nicht Gefahr in eine rechte Ecke gestellt zu werden – das ist nämlich unsere eigentliche Sorge.

 

Aber passte es nicht besser zu einem modernen Menschen, dies alles nochmal zu überdenken? Sollten wir nicht
alle Kunstrichtungen verstehen lernen, sie parallel und als gleichwertig akzeptieren und tolerieren? Sollten wir nicht
ieder zurückkehren zu einer Kultur der Vielfalt aber auch mit Grenzen?

Und sollten wir letztlich alle Kunst-Nazis und Kunst-Hooligans zum Teufel schicken?