Atelier Hermann Heiss


Zitate
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Olaf Gulbransson: " Jedes Bild - es kann noch so modern sein, wie es will - braucht seine Maltechnik - und Technik kann man lernen"

“Es hat doch im Grunde niemand einen rechten Begriff von der Schwierigkeit der Kunst als der Künstler selbst.” Goethe

 

Nestroy, Johann Nepomuk. "Kunst ist wenn man es nicht kann, denn wenn man es kann ist es keine Kunst mehr.."

Marie von Ebner-Eschenbach. "Der Künstler versäume nie, die Spuren des Schweißes zu verwischen, den sein Werk
gekostet hat. Sichtbare Mühe ist zu wenig Mühe."


Kurt Tucholsky (1890-1935) sagte einmal: „ Man muss nicht nur nichts zu sagen haben, man muss es auch noch gewählt ausdrücken können“

 
Schriftsteller André Gide (1869-1951) meinte allerdings: „ Wer Künstler werden will, muss in erster Linie an sich selbst zweifeln“.


Max Liebermann (1847-1835) sagte einmal: "Kunst kommt von Können, käme sie von wollen, so würde sie Wollst heißen".


Picasso. "es ist Kunst, weil ich es gemacht habe, und ich bin ein Genie" 
Warhall. "es ist hübsch und teuer, reicht das nicht?"

Leonardo da VINCI sagte: „Ich sage, du sollst beim Malen immer einen flachen Spiegel in der Nähe haben und oft dein Werk darin anschauen, das du darin umgekehrt siehst, wodurch es dir wie das Werk eines an­deren Meisters vorkommt, und im Spiegel wirst du deine Fehler besser erkennen als sonst“

Bouvier:  „Wenn auch sehr selten ein Künstler oder Dilettant von den vorstehenden Angaben praktisch Gebrauch machen wird, da jetzt die Farben fertig zum Gebrauch von den Farbenhandlungen gekauft werden, so sind doch alle Mitteilungen über Bestandteile und Herstellung der Farben für jeden wichtig, der mit diesem Material arbeitet. Aus der Kenntniss aller dieser Dinge wird sich gelegentlich leichter ein Übelstand erklären und danach vermeiden lassen. Ausserdem ist es gewiss im Interesse der Kunst, daß die Kenntniss von der Herstellung eines guten Material nicht verloren geht.“




Zeitgenössische Kunst ist Kunst, insbesondere Bildende Kunst, die von Zeitgenossen her­gestellt und von anderen Zeitgenossen als bedeutend wahrgenommen wird. In der Regel − falls nicht ausdrücklich ein definierter, zurückliegender, Zeitrahmen genannt wird − ist da­mit die jeweilige Gegenwartskunst gemeint. Vergleichbare Benennungen in diesem Zusam­menhang sind aktuelle Kunst sowie der englischsprachige Begriff: contemporary art.“ (Wi­kipedia)

Der Begriff der Akademischen Kunst (Hier darf ich mich ebenfalls der Quelle Wikipedia bedienen)
„Die Akademische Kunst, auch Akademischer Realismus oder Akademismus, seltener Aka­demizismus genannt, war ein europäischer Kunststil vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Er legte seinen Schwerpunkt auf die strenge Einhaltung der formalen technischen und ästheti­schen Regeln der Kunstakademien. „ 

 








 

 

Aufsätze
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Der Kunst-Nazi und seine Hooligans

Es muss für die Kunst und für die Künstler eine kaum nachvollziehbare, schreckliche Zeit gewesen sein.
Kunst und Künstler wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe passte den Regierenden und die
Arbeiten wurden akzeptiert. Die andere Gruppe wurde als „entartet“ bezeichnen und passte nicht in die
Vorstellungswelt des sog. „Dritten Reiches“. Diese Ablehnung reichte, wie wir aus Geschichtsbüchern
wissen, bis hin zur Verfolgung und sogar Ermordung der Künstler oder deren Befürworter. Dieser Begriff
der „entarteten Kunst“ ruft heute Entsetzen, Unverständnis und hoffentlich Ablehnung hervorruft. Wie wurde
aber diese entartete Kunst definiert? Die Antwort ist einfach. Jeder konnte es für sich selbst entscheiden.
War eine Mehrheit gefunden, die eine oder andere Kunst abzulehnen, so wurde dies Ablehnung vollzogen.
An der politischen Spitze wurden dann die endgültige Verdammung des Werkes oder des Künstlers be-
schlossen. Es war aber nicht nur die Kunst von Juden und Russen betroffen. In den Topf wurden fast alle
Modernen eingestuft. An gesellschaftsfähiger Kunst ließen die Kunst-Nazis nur das zu, was die vorhergegangen 
Jahrhunderte produziert hatten oder was in dieser Kunstrichtung produziert wurde. Moderen Kunst passte
nicht in diese Weltbild.

 

Wenn man sich den Kunstmarkt heute genau betrachtet, so gibt es diese Kunst-Nazis noch immer. Allerdings
mit anderen Vorzeichen. Von einfachen Galeristen auf dem Lande bis hin zu den hochqualifizierten Museums-
leitern wird nur noch Kunst akzeptiert und gekauft, die modern und zeitgenössisch ist. Es wird schlichtweg
alles für gute Kunst bezeichnet, hauptsache, sie ist modern, experimentierfreudig und schrill. Akademische
Kunst passt nicht in dieses Weltbild. Dazu gesellt sich eine Gruppe neureicher Kunst-Hooligans, die den
Kunstmarkt mit ihrem Geld förmlich „zu scheißen“.

 

Nur das Moderne wird akzeptiert, alles andere wird verdammt. Regeln sind fremd geworden und es gibt auch
keine Grenzen mehr in der Kunst. Blasphemie, Ekel sind gesellschaftsfähig und der schlimmste Feind des
Menschen, die Dummheit regiert die Kunst. Die Kunst ist dekadent geworden, wenn sie keine Tabuts mehr hat.
Wenn man nur ein anerkannter Künstler ist, in dem man mit Blut oder Kot seine Werke fertigt, auf der Bühne schlachtet,
Farbe zuerst schluckt und dann auf die Leinwand kotzt oder alles in grüner Farbe malt. Das ist ein Rückschritt in
der Kunst. Aber wir sind zu feige diese Kunst abzulehnen. Wir haben mit einer Ablehnung der Kunst schlechte
Erfahrungen gemacht. Es ist uns offenbar lieber und bequemer, jede Kunst anzunehmen. Wir laufen dabei auch
nicht Gefahr in eine rechte Ecke gestellt zu werden – das ist nämlich unsere eigentliche Sorge.

 

Aber passte es nicht besser zu einem modernen Menschen, dies alles nochmal zu überdenken? Sollten wir nicht
alle Kunstrichtungen verstehen lernen, sie parallel und als gleichwertig akzeptieren und tolerieren? Sollten wir nicht
lieber zurückkehren zu einer Kultur der Vielfalt aber auch mit Grenzen?

Und sollten wir letztlich alle Kunst-Nazis und Kunst-Hooligans zum Teufel schicken?